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Fortbildung zum Traumapsychotherapeuten für die Behandlung von Menschen mit komplexen/dissoziativen Psychotraumafolge- störungen mit dem Verfahren SPIM 30

(TIL - Stand 01.10.2015, Orientierung an den Richtlinien der Traumafachverbände ISSTD, ESTD, DeGPT und GPTG)
Geeignet zur Ergänzung des Behandlungsspektrums für PA, TP, VT und KJP

Zulassungsbedingungen für Bundesrepublik Deutschland:
für den Fortbildungsgang - Fortbildung zum Traumapsychotherapeuten für die Behandlung von Menschen mit komplexen Psychotraumafolgestörungen nach dem SPIM-30-KT-Konzept:

1.) Approbation - ggf. begonnene Ausbildung zur Erlangung der Approbation - als
- ärztliche/r PsychotherapeutIn
- psychologische/r PsychotherapeutIn
- Kinder- und JugendpsychotherapeutIn
in einem Richtlinienverfahren der Bundesrepublik Deutschland bzw. entsprechend eines diesbezüglichen Berufsausübungsgesetzes des Heimatlandes der Ausbildungsinteressenten.
2.) mehrjährige Berufserfahrung - ggf. begonnene berufliche Tätigkeit - im klinischen oder ambulanten Versorgungsbereich, in welchem dissoziative / komplextraumatisierte Patienten prinzipiell zum Praxisalltag gehören können.
3.) Zulassungsprozedur:
3.1) Zusendung von folgenden schriftlichen Unterlagen per Post:
a) Formlose Willenserklärung für den gewünschten Fortbildungsgang und Darlegung der spezifischen Motivation
b) Kopie der Approbation bzw. begonnenen Ausbildung zur Approbationserlangung
c) Kopien weiterer und bisheriger Fortbildungsseminare usw., die mit dem psychotherapeutischen Feld zusammenhängen (bisherigen Qualifikationshintergrund aufzeigen)
d) Beruflicher Lebenslauf mit Passfoto
3.2) Nach Sichtung der Unterlagen bekommen Sie vom TIL-Sekretariat einen Bescheid, ob die eingereichten Papiere formal den Aufnahmekriterien genügen oder nicht. Gegebenenfalls gibt es Nachforderungen. Im positiven Falle bekommen Sie einen Bescheid, dass Sie zum Vorgespräch zugelassen sind.
3.3) Einzahlung der Aufnahmebearbeitungsgebühr von 80,- Euro auf das Konto des TIL bzw. Konto der Lepziger Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie unter dem Stichwort: Name-Bearbeitungsgebühr, angestrebter Titel.
3.4) Nach dem die Aufnahmebearbeitungsgebühr beim TIL eingegangen ist, bekommen Sie einen Terminvorschlag zum Zulassungsgespräch.
3.5) Im Zulassungsgespräch klären wir persönlich die Fortbildungsvoraussetzungen anhand Ihrer Bewerbungsunterlagen durch Rückfragen sowie durch Erläuterung der Fortbildungsinhalte mit Ihren persönlichen Voraussetzungen ab.

Im beiderseitigen Einvernehmen zum Fortbildungsgegenstand und den Voraussetzungen erhalten Sie dann den Fortbildungsvertrag.
Nach einer Bedenkzeit können Sie uns den Vertrag unterzeichnet zusenden und die Fortbildung beginnt mit der Einladung zu den Seminarterminen.

 

Fortbildungspflichtseminare:

Für die Seminare werden allgemein 16 Fortbildungspunkte beantragt. Alle Fortbildungspflichtseminare haben eine Struktur von 16 Std. an 2 Tagen (Fr./Sa.) und werden im Zeitraum von 2,5 bis 3 Jahren organisiert.

1. Grundlagenseminar SPIM 30 (Schnupperkurs)

  1. Überblicksseminar für Begriffe und Konzepte aus SPIM 30 in einem Mix aus Theorie und Praxis
  2. Hirnphysiologische Grundlagen
  3. Therapeutische Arbeit mit Bindung und Beziehung, Dissoziation und Affektstörungen, Übertragungen und Introjekten
  4. Körperpsychotherapie für Psychotraumapatienten
  5. Einzel- und Gruppenpsychotherapie bei komplextraumatisierten dissoziativen Kindern, Jugendlichen sowie Erwachsenen
  6. Spieltherapie- und Nachnährungsansatz
  7. Unterscheidung von Psychotraumatherapie und Traumafachberatung bzw. Öffentlichkeitsarbeit
2. Methodikseminar I (Besonderheiten bei dissoziativen Störungen)
  1. Konzepte der Dissoziation bei von Menschen gemachten Psychotraumastörungen (man made disaster)
  2. Veränderungen im Strukturniveau bei dissoziativen Störungen und Ableitungen für den Umgang mit Übertragung, Gegenübertragung, Abwehr, Widerstand bzw. Mentalisierungsbarierren
  3. Psychoedukative Settings der stufenweisen Regulationsstates RZ III, IV und V gemäß SPIM 30
  4. Nutzung von beseelbaren Therapieobjekten und deren indikationsgerechten Einsatz in diagnostischen und therapeutischen Settings (Arbeit mit impliziten Assoziationsräumen in der SPIM 30 Struktur)
  5. Förderung von Ressourcenaufbau
  6. Problematik der false memory Bewegung
3. Methodikseminar II (Dialogseminar)
  1. Trainingsdialoge zum Basisverhalten für Berater, Abklärung von Rahmenbedingungen
  2. Fokussierte Psychotraumaexploration im Therapiealltag und zielorientierte Gesprächsführung
  3. Gestaltung von psychagogischen Metaphern für KlientInnen, Handoutanwendungen in Lernetappen
  4. Basistraining zur Affektregulation
  5. Umgang mit Angehörigen (Helfer oder Tätersysteme?), Verleumdungs- u. Verratsprobleme
  6. Nutzen von einzel- und gruppentherapeutischer Arbeit in verschiedenen Etappen
4. Methodikseminar III (Stabilisierungsseminar)
  1. Wichtige kognitive, interaktive, körperorientierte und psychoedukative Regeln und Übungen für die Stabilisierung gemäß SPIM 30 – gemeinsames Training
  2. Arbeit mit Stabilisierungshandouts aus SPIM 30
  3. Fortgeschrittene Settings zum defizitären Erfahrungsausgleich für dissoziative Klienten (Nachnährung und Beispielgebung in Spiel und Alltagsfertigkeiten) – paper-pencil-Übungen
  4. Förderung von sozialer Kontaktaufnahme in Netzwerken, Gruppen- und Freundeskreisen
  5. Diskussion von Havarieplänen für Patienten
  6. Fragebögen zur Traumadiagnostik
5. Methodikseminar IV (Täterbindung/Täterintrojekte/Täterübertragung)
  1. Erfassen von unbewussten Reinszenierungen in der therapeutischen Beziehungsgestaltung vor Ort oder im agierenden Außensystem der Klienten
  2. Darlegung von Etappen zur Ablösung aus Täterstrukturen und zum schrittweisen Abbau von Täterintrojekten (Rollensettings auch transgenerational)
  3. Indikation und Üben von Settings zum Abschwächen o. g. Störungsmuster mit Statementsettings
  4. Nutzung von KSHP-Settings zur psychodramatischen und gestalttherapeutischen Diagnostik gemäß SPIM 30 sowie weiteren Rollenschemata
  5. Diskussion über retraumatisierende, traumakompensatorische und täterchronifizierende individuelle und sozialsystemische Lebenskonzepte bei dissoziativen Patienten

6. Methodikseminar V (Expositionsseminar I)

  1. Indikationsdiagnostik für Psychotraumaexposition und Vermittlung von Grundsatzregeln zu deren fachgerechter Anwendung (Screen, LMDR, KSHP)
  2. Training in Selbsterfahrungssettings zur Überprüfung von Stabilitätskriterien und Interventionen zur Reorientierung und Fraktionierung bei spontanen Psychotraumaflashbacks sowie Handhabung von Labilisierungs- bzw. Triggerzwischenfällen in der Expositionsarbeit
  3. Training von Screentechnik und LMDR gemäß SPIM 30 inkl. Perspektivwechsel in der Parallelisierungsmethodik
  4. Selbsterfahrung mit beseelbaren Therapieobjekten in der Psychotraumaexpositionsarbeit (KSHP)
  5. Unterschiede von Expositionsarbeitssettings bei Erwachsenen und Kindern mit Beispielübungen
  6. Ableitung von persönlichen Lern- u. Selbsterfahrungszielen für die Ausbildungsteilnehmer zur Vervollkommnung ihrer persönlichen Eignung für die Psychotraumadiagnostik und -expositionsarbeit

7. Methodikseminar VI (Expositionsseminar)

  1. Vertiefen und Wiederholen sämtlicher vorheriger Seminarinhalte anhand von situativ dargebotenen Fallvignetten der Fortbildungsteilnehmer
  2. Trainieren von konflikthaften Therapiesituationen anhand von Kurzrollenspielen mit psychagogischen Bearbeitungssequenzen in der Fortbildungsgruppe
  3. Supervidieren von DVD-Lifesequenzen aus aktiven Psychotherapiesettings der Fortbildungsteilnehmer mit Kreativpausen zur Neujustierung des Vorgehens
  4. Fallbezogene Konzeptionsvergleiche für verschiedene geschlossene oder offene Psychotraumaexpositionssettings, Stufen der Exposition in SPIM 30
  5. Exposition mit Opfer-Täter-Perspektivwechseln in der fortgeschrittenen Arbeit mit dissoziativen Störungen

8. Methodikseminar VII (Anteileseminar)

  1. Vertiefen und Erweiteren des Arbeitens mit Anteilen bei dissoziativen Störungen nach den Besonderheiten des SPIM 30-Konzeptes
  2. Training von State-, Steg- und Brücke-Settings im kleinen Anteilesetting (3 Gruppen-Anteile)
  3. Training von Switchen in den komplexeren Anteilestruktursettings
  4. Bearbeitung von verhärteten Anteiledialogen mit großer dissoziativer Abwehr und Mehrgruppensettings)
  5. Diskussion der Komplikationen bei aktuellen Täterkontakt von PatientInnen
  6. Grenzen der Anteilesettings im psychodynamischen Kontext

9. Methodikseminar VIII (Integrationsseminar)

  1. Vertiefen der bisherigen Seminarinhalte von der Psychoedukation über die Exposition bis hin zur integrativen Differenzierung sozialer Schlussfolgerungen am Fallbeispiel mit verschiedenen Informationsquellen
  2. Integration von Erkenntnissen der Einzel-, Gruppen- u. ä. Sozialtherapie mit unterschiedlichen Blickwinkeln
  3. Einbeziehen von Kindern oder Lebenspartnerschaften in die fortgeschrittene Psychotherapie / Beratung
  4. Integration von Fachliteratur für Klienten
  5. Nutzen von Lehrfilmen für SPIM 30 bzw. DVDs von Fachverbänden

10. Supervisionsseminar oder Sonderseminar mit Gastdozenten aus der Psychotraumatologie

  1. Je nach Entwicklungsstand der Fortbildungsgruppe, deren Interessenlage bzw. den aktuellen Angeboten von externen TIL-Dozenten kann dieses Seminar als Prüfungsvorbereitung für die psychotraumatologische Falldarstellung oder ein zusätzliches Thema einer ergänzenden Traumatherapiemethode organisiert werden.
  2. Ziel ist es die Techniken der psychotraumatologischen Therapie und Beratung zu vervollkommnen und den Blick in der Methodenvielfalt zu erweitern.
  3. Hierbei sollen Besonderheiten eines konkreten Einzelfalls aus dem Kind- oder/und Erwachsenenbereich erfasst und unter Verwendung der bisherigen SPIM 30 Methodik und ergänzender Verfahren diagnostisch beschrieben und psychotherapeutisch bzw. beraterisch erfasst und kreativ und erfolgreich behandelt werden.
  4. Das Abfassen von Therapiefallberichten ist ebenfalls Gegenstand des Seminars anhand von Fallbeispielen.

Praktische Abgabeanforderungen für die Prüfungszulassung

2 Kurzzeittherapiefälle mit einem gelungenen Supervisions­videoband und vollständigem Behandlungsprotokoll nach Vorgabe
2 Langzeittherapiefälle mit mindestens drei gelungenen Supervisionssitzungsvideobändern pro Behandlungsfall und vollständigem Behandlungsprotokoll nach Vorgabe

Abschlusskolloqium

Die Zulassung zum Kolloqium erfolgt nach erfolgreichem und vollständigem Absolvieren der o. g. Seminare und der Mindestsupervisionsanforderungen. Alle Prüfungsbehandlungsfälle müssen abgegeben und als ausreichend erfolgreich durch die Fortbildungsleiter bewertet worden sein. Die Prüfung erfolgt durch beide Fortbildungsleiter über 90 min in der Kleingruppe anhand von Prüfungskomplexen des TIL.

Seminarkosten

• Es gelten die Seminargebühren und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Leipziger Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie (Mutterorganisation des TIL), d. h. beispielsweise 10 x 250,– Euro bei Wahrung der Frühbucherfrist für ein Seminar (sonst 300,– Euro).

• Es können Einzel- oder Gruppensupervisionstermine zu folgenden Bedingungen vereinbart werden:

- Einzelsupervision: 45 min. für 80,-- Euro
- Gruppensupervision (3 Pers.): 90 min. für 50,-- Euro

• Einmalige Kosten:

- Aufnahmegesprächsgebühr: 80,-- Euro
- persönliches SPIM-30-KT Manual: 50,-- Euro
- Abschlusskolloqiumsgebühr: 100,-- Euro
- für jeden eingereichten Prüfungsfall:
    als Kurzzeitfall 40,– € (DVD und Protokoll)
    als Langzeitfall 60,– € (DVD und Protokoll)

 

International anerkannte ausländische Gastdozenten aus dem Programm 2012-2016:

Dr., Dipl.-Psych. P Renee P. Marks (GB)
LMSW, DCSW Fran S. Waters (USA)
PhD, M.D. Colin Ross (USA)
Dr. Alison Miller (USA)
Dr. Suzette Boon (NL)
Dr. Ellert Nijenhuis (NL)
Dr. Kevin Connors (USA)
u. a.

Fortbildungsort

Trauma-Institut-Leipzig
(an der Leipziger Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie)
Leipziger Straße 36 a
D-04178 Leipzig

Tel./Fax: (49)-(0)341-4429128
E-Mail: info@traumainstitutleipzig.de
Internet: www.traumainstitutleipzig.de
oder www.leipzigerakademie.de

Geschäftszeiten des Sekretariats

Frau Sylvia Pötzsch
Montag - Freitag: 09.00 - 12.00 Uhr
Gesprächstermine nur nach telef. Vorabsprache.
Bitte nutzen Sie vorrangig E-Mails als Kontakt.

Kooperation
Das Trauma-Institut-Leipzig unterhält gute kooperative Beziehungen zu (* staatl. anerkanntes Institut):

• Stuttgarter Trauma-Institut Villa-Lindenfels
•* KBAP – Köln-Bonner-Akademie für Tiefenpsychologische Psychotherapie
•* aap – Akademie für Allgemeine Psychotherapie private GmbH, Dresden
•* IPT-Leipzig – Institut für Psychotherapie,
•* IFP – Institut für Psychotherapie Potsdam GmbH
•* BATAP – Brandenburgische Akademie für Tiefenpsychologie und Analytische Psychotherapie e.V. Cottbus
•* AfP Erfurt – Akademie für Psychotherapie GmbH
•* MAPP – Magdeburger Institut für Psychotherapeutische Psychologie
• THÜTZ – Thüringer Traumanetzwerk-Zentrum Rohr
• Altenburger Traumainstitut – Außenst. des Dt. Institutes für Psychotraumatologie Köln

Fortbildungsleiter:

Dr. rer. nat., Dipl.-Psychologe Ralf Vogt
Psychotraumatherapeut, psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Psychotraumatherapeut, psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Familientherapeut, Lehranalytiker (KBAP), Supervisor, Teamsupervisor, Arbeit in Gemeinschaftspraxis mit Zulassung für Einzel- und Gruppentherapie Erwachsener sowie Ermächtigung für Psychotherapie von Kindern- und Jugendlichen mit über 30 Jahren Berufserfahrung. Spezialist für die Behandlung dissoziativer/komplextraumatisierter mit dem hauseigenen Therapiekonzept SPIM 30, welches seit über 15 Jahren wissenschaftlich entwicklet wird. Mitglied ISSTD, ESTD, DeGPT, EABP, DGK u.a.

Dipl.-Psychologin Irina Vogt
Psychotraumatherapeutin, psychologische Psychotherapeutin, Tiefenpsychologin, Tiefenpsychologin, Supervisorin, Spieltherapeutin, Arbeit in Gemeinschaftspraxis mit Zulassung für Einzel- und Gruppentherapie Erwachsener sowie Ermächtigung für Psychotherapie von Kindern- und Jugendlichen mit über 30 Jahren Berufserfahrung. Spezialistin für die Behandlung dissoziativer/komplextraumatisierter Störungen mit dem hauseigenen Therapiekonzept SPIM 30, welches seit über 15 Jahren wissenschaftlich entwickelt wird. Mitglied ISSTD, ESTD, DeGPT, DGTD u.a.

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