Zertifizierte Fortbildung zum Traumapsychotherapeuten
zur Behandlung komplextraumatisierter
u.a. Störungen
(SPIM-20-KT)
(TIL - Stand 01.03.2010, Orientierung an den DeGPT-Richtlinien)
Geeignet zur Ergänzung des Behandlungsspektrums
für PA, TP, VT und KJP
Zulassungsbedingungen für Bundesrepublik Deutschland:
für den Fortbildungsgang - Traumapsychotherapeut für
die Behandlung von komplexen Psychotraumafolgestörungen nach
dem SPIM-20-KT-Konzept:
1.) Approbation - ggf. begonnene Ausbildung zur Erlangung
der Approbation - als
- ärztliche/r PsychotherapeutIn
- psychologische/r PsychotherapeutIn
- Kinder- und JugendpsychotherapeutIn
in einem Richtlinienverfahren der Bundesrepublik Deutschland
bzw. entsprechend eines diesbezüglichen Berufsausübungsgesetzes
des Heimatlandes der Ausbildungsinteressenten.
2.) mehrjährige Berufserfahrung - ggf. begonnene berufliche
Tätigkeit - im klinischen oder ambulanten Versorgungsbereich,
in welchem dissoziative / komplextraumatisierte Patienten prinzipiell
zum Praxisalltag gehören können.
3.) Zulassungsprozedur:
3.1) Zusendung von folgenden schriftlichen Unterlagen per Post:
a) Formlose Willenserklärung für den gewünschten
Fortbildungsgang und Darlegung der spezifischen Motivation
b) Kopie der Approbation bzw. begonnenen Ausbildung zur Approbationserlangung
c) Kopien weiterer und bisheriger Fortbildungsseminare usw.,
die mit dem psychotherapeutischen Feld zusammenhängen
(bisherigen Qualifikationshintergrund aufzeigen)
d) Beruflicher Lebenslauf mit Passfoto
3.2) Nach Sichtung der Unterlagen bekommen Sie vom TIL-Sekretariat
einen Bescheid, ob die eingereichten Papiere formal den Aufnahmekriterien
genügen oder nicht. Gegebenenfalls gibt es Nachforderungen.
Im positiven Falle bekommen Sie einen Bescheid, dass Sie zum
Vorgespräch zugelassen sind.
3.3) Einzahlung der Aufnahmebearbeitungsgebühr von 80,-
Euro auf das Konto des TIL bzw. Konto der Lepziger Akademie
für Ganzheitliche Psychotherapie unter dem Stichwort:
Name-Bearbeitungsgebühr, angestrebter Titel.
3.4) Nach dem die Aufnahmebearbeitungsgebühr beim TIL
eingegangen ist, bekommen Sie einen Terminvorschlag zum Zulassungsgespräch.
3.5) Im Zulassungsgespräch klären wir persönlich
die Fortbildungsvoraussetzungen anhand Ihrer Bewerbungsunterlagen
durch Rückfragen sowie durch Erläuterung der Fortbildungsinhalte
mit Ihren persönlichen Voraussetzungen ab.
Im beiderseitigen Einvernehmen zum Fortbildungsgegenstand
und den Voraussetzungen erhalten Sie dann den Fortbildungsvertrag.
Nach einer Bedenkzeit können Sie uns den Vertrag unterzeichnet
zusenden und die Fortbildung beginnt mit der Einladung zu den
Seminarterminen.
Fortbildungspflichtseminare:
Grund-, Aufbau- und Fortbildungsseminare können auch
von externen Interessenten belegt werden. Dazu wenden Sie sich
bitte jeweils rechtzeitig an die Institutsleitung.
Methodikseminare können nur als Block von 4 Seminaren belegt
werden und nur von Teilnehmern der gesamten Forbildung.
1. Grundlagenseminar zum SPIM-20-KT
(16 Std. - 2 Tage)
- Begriffe, Definitionen, Konzepte
- Hirnphysiologische Grundlagen
- Therapeutische Arbeit mit Bindung und Beziehung, Dissoziation
und Affektstörungen, Übertragungen und Introjekten
- Körperpsychotherapie für Psychotraumapatienten
- Einzel- und Gruppenpsychotherapieessentials bei komplextraumatisierten
Kindern / Jugendlichen / Erwachsenen
- Spieltherapie- und Nachnährungsansatz
- psychotherapeutische Grundlagen der Betreuung von akut-
und komplextraumatisierten Patienten in Hinblick juristischer
Standards und Netzwerkorganisationen
2. Aufbauseminar zum SPIM-20-KT
(16 Std. - 2 Tage)
- Anwendung des Manuals, Etappen und Phasen
der Psychoedukation
- Strukturen der Rollenschemata für dissoziative / komplextraumatisierte
Patienten (Regressionsstop, Stabilisierung,
Eingrenzung von Introjekten)
- Indikationen für Settinganwendungen, Demonstration
und Training
- Fallvignetten zur Operationalisierung von Behandlungssettings
- Therapiediagnostik
und -evaluation
- psychotherapeutische Aspekte des Datenschutzes und juristische
Grenzfälle (false memory) in der Behandlung dissoziativer
/ komplextraumatisierter Patienten
3. Methodikseminar I zum SPIM-20-KT
(16 Std. – 2 Tage)
- Trainingsdialoge zum Basisverhalten für Psychotherapeuten,
Abklärung von Rahmenbedingungen
- Fokussierte Psychotraumaexploration
im Therapiealltag und zielorientierte Gesprächsführung
- Gestaltung
von psychagogischen Metaphern für KlientInnen, Handoutanwendungen
in Lernetappen
- Gestaltung von psychagogischen Vorträgen
für Angehörige bzw. andere Öffentlichkeit im Therapiealltag
- Diskutieren und Trainieren von Kriterien zur gruppenpsychotherapeutischen
Arbeit mit komplextraumatisierten Patienten bzw. Selbsterfahrungsanforderungen
für Psychotherapeuten
- Erarbeiten von Selbsterfahrungskriterien
für Kontakt, Kontrolle von Veränderungszielen, psychophysische
Triggerminimierung durch Klein- und Großgruppentreffen, Anrufe,
Umzugshilfen, Hausbesuche u.v.a. Stützungsmöglichkeiten mit
konkreten Ableitungsaufgaben für die Ausbildungsgruppe
4. Methodikseminar II zum SPIM-20-KT
(16 Std. – 2 Tage)
- Erläutern und Trainieren am Fallbeispiel der Begriffe: Psychotrauma,
Belastungsreaktionen, Dissoziation u. Komplextraumatisierung
und Stufen dieser diagnostischen Einteilungen von Akuttrauma,
PTBS bis dissoziative Identitätsstörung Differentialdiagnostische
Kriterien und erläutern der Nützlichkeit von Fragebogeninventarien
zu Dissoziation und Trauma
- Selbsterfahrung in methodischen
Settings für Kontakt, Halt, Nachnährung, Angst sowie Gestaltung
von Settings für psychophysische Stabilisierung und Gruppenspiel
- Training von Kriterien der gruppenpsychotherapeutischen
Behandlung i. S. von Auseinandersetzung mit Bindung- und Beziehungsfähigkeitsdefiziten
durch Komplextraumatisierung
- Erläutern und diskutieren von
psychodynamischen und strukturellen Aufgaben für die selbstständige
Gruppenpsychotherapiearbeit i. S. von Führungs- und Kooperationsprinzipien
und -grenzen bzw. Verhalten bei zwischenmenschlichen Havariesituationen
5. Methodikseminar III zum SPIM-20-KT
(16 Std. – 2 Tage)
- Arbeit mit dem Unbewussten in der Handlungsregulation -
Notwendigkeiten, Möglichkeiten, Grenzen
- Diagnostizieren
von unbewussten traumatischen Reinszenierungen in Form von
Regressionen und anderen traumakompensatorischen Schemata
- Diagnostizieren von agierten Täterintrojekte und deren
Chronifizierung durch unpassende Settings bzw. Beziehungsgestaltungen
- Ableitung von therapieindizierten Settings zur Bewusstmachung
und phasenadäquaten Veränderung von sekundären inneren und
äußeren Strukturkonflikten in der posttraumatischen Entwicklung
bzw. Selbsterfahrung mit Aggression, Trauer, Ekel, Scham und
Ohnmacht.
- systemisches Erfassen und schrittweises Verändern
von retraumatisierenden Täterstrukturen in spezifischen, gestörten
Beziehungswelten der Klienten im Rahmen Einzel- oder/und Gruppenpsychotherapie
- Erarbeiten von Selbsterfahrungskriterien für das psychodynamische
Herausfiltern und bearbeiten von traumakompensatorischem Verhalten
in der Klein- und Großgruppe bei selbstorganisierten Treffen
der Ausbildungsgruppe
6. Methodikseminar IV zum SPIM-20-KT
(16 Std. – 2 Tage)
- Indikationsdiagnostik für Psychotraumaexposition und Vermittlung
von Grundsatzregeln zu deren fachgerechter Anwendung
- Training
von Handhabungsmitteln zur Überprüfung von Stabilitätskriterien
und Interventionen zur Reorientierung und Fraktionierung bei
spontanen Psychotraumaflashbacks sowie Handhabung von Labilisierungs-
bzw. Kompensationszwischenfällen in der Expositionsarbeit
- Training von Screentechnik und konzentrierter Handlungsinszenierungsarbeit
zur Psychotraumaexposition mit Parallelisierungsmethodik und
Perspektivwechseln incl. Vermittlung von persönlichen Eignungskriterien
und Anwendungsindikation für die Psychotraumatherapeuten.
- Selbsterfahrung mit beseelbaren Therapieobjekten in der
Psychotraumaexpositionsarbeit (KSHP)
- Unterschiede Expositionsarbeitssetting
bei Erwachsenen und Kindern
- Ableitung von persönlichen Lern-
u. Selbsterfahrungszielen für die Ausbildungsteilnehmer zur
Vervollkommnung ihrer persönlichen Eignung für die Psychotraumadiagnostik
und -expositionsarbeit
7. Fortbildungsseminar I als Ergänzung zum SPIM-20-KT
(16
Std. – 2 Tage)
- andere psychotherapeutische Diagnostik- und Stabilisierungstechniken für komplextraumatisierte Kinder
- andere strukturbildende und sozialintegrative Techniken
der Ressourcenarbeit und Reintegration für dissoziative
/ komplextraumatisierte Klienten
- andere Methoden der psychotraumatischen psychotherapeutischen
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Falldiskussionen im Rahmen eines anderen Behandlungskonzeptes
zur Psychotherapie im Alltag bei komplextraumatisierten Kindern
und Jugendlichen
- Psychotherapeutische Kurzsupervision von Praxis fällen
/ Fallvignetten der Fortbildungsteilnehmer im Rahmen der Methodik
der GastdozentInnen
8. Fortbildungsseminar II als Ergänzung zum SPIM-20-KT
(16 Std. – 2 Tage)
- andere psychotherapeutische Techniken der psychophysischen Diagnostik und Stabilisierung Erwachsener
- andere strukturbildende und soziale Techniken der Ressourcenarbeit
und Integration für dissoziative / komplextraumatisierte
Klienten
- andere Methoden der psychotraumorientierten psychochotherapeutischen
Arbeit mit Erwachsenen
- Falldiskussionen im Rahmen eines anderen Behandlungskonzeptes
zur Psychotherapie im Alltag bei komplextraumatisierten Erwachsenen
- psychotherapeutische
Kurzsupervisionen von Praxisfällen
/ Fallvignetten der Fortbildungsteilnehmer im Rahmen der Methodik
der GastdozentInnen
9. Supervisionsanforderungen
2 Kurzzeitbehandlungsfälle mit einem gelungenen Supervisionsvideoband
2 Langzeitbehandlungsfälle mit mindestens drei gelungenen Supervisionsvideobändern
pro Behandlungsfall
10. Abschlusskolloqium
Die Zulassung zum Kolloqium erfolgt nach erfolgreichem und
vollständigem
Absolvieren der o. g. Seminare und der Mindestsupervisionsanforderungen.
Die Prüfung erfolgt durch beide Fortbildungsleiter über
90 min in der Kleingruppe anhand von Prüfungskomplexen
des TIL.
11. Seminarkosten
• Es gelten die Seminargebühren und Allgemeinen Geschäftsbedingungen
(AGB) der Leipziger Akademie für Ganzheitliche
Psychotherapie (Mutterorganisation des TIL), d. h. beispielsweise 8 x 240,- € bei
Wahrung der Frühbucherfrist für ein Seminar.
• Es können Einzel- oder Gruppensupervisionstermine zu folgenden
Bedingungen vereinbart werden:
- Einzelsupervision: 45 min. für 75,-- Euro
- Gruppensupervision (4 Pers.): 90 min. für 50,-- Euro
• Einmalige Kosten:
- Aufnahmegesprächsgebühr: 80,-- Euro
- persönliches SPIM-20-KT Manual: 50,-- Euro
- Abschlusskolloqiumsgebühr: 100,-- Euro
International anerkannte ausländische Gastdozenten aus dem Programm
2010 / 2012:
Dr., Dipl.-Psych. P Renee P. Marks (GB)
PhD, M.D. Colin Ross (USA)
PhD, Dipl.-Psych.
P Ellert Nijenhuis (NL)
DMSW Francis Waters (USA)
PhD. M.D. Harvey Schwartz
(USA)
Prof., Dr. Onno van der Hart (NL)
Dr., Dipl.-Psych. Renate Hochauf (D)
u. a.
Fortbildungsort
Trauma-Institut-Leipzig
(an der Leipziger Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie)
Leipziger Straße 36 a
D-04178 Leipzig
Tel./Fax: (49)-(0)341-4429128
E-Mail: info@trauma-institut-leipzig.de
Internet: www.trauma-institut-leipzig.de
oder www.leipzigerakademie.de
Geschäftszeiten des Sekretariats
Frau Sylvia Pötzsch
| Montag - Freitag: |
09.00 - 12.00 Uhr |
| Montag - Donnerstag: |
14.00 - 15.00 Uhr |
| Gesprächstermine nur nach telef. Vorabsprache. |
Kooperation
Das Trauma-Institut-Leipzig unterhält gute kooperative
Beziehungen zu:
• Thüringer Traumanetzwerk-Zentrum in Rohr
• Stuttgarter Trauma-Institut (Villa-Lindenfels-Zentrum)
• Köln-Bonner-Akademie für Tiefenpsychologische Psychotherapie
(staatl. anerkanntes Institut)
• Altenburger Traumainstitut – Außenst. des Dt. Institutes für
Psychotraumatologie Köln
• Psychotraumainstitut Schaffhausen (Schweiz)
Fortbildungsleiter:
Dr. rer. nat., Dipl.-Psychologe Ralf Vogt
Psychotraumatherapeut, psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker,
Familientherapeut, EMDR-Therapeut, Lehranalytiker (KBAP), Supervisor,
Teamsupervisor, Arbeit in Gemeinschaftspraxis mit Zulassung
für Einzel- und Gruppentherapie Erwachsener sowie Ermächtigung
für Psychotherapie von Kindern- und Jugendlichen.
Spezialist für die Behandlung dissoziativer/komplextraumatisierter
Störungen nach Huber, Nijenhuis, Van der Hart, sowie dem
hauseigenen Therapiekonzept SPIM-20-KT. Mitglied ESTD, DeGPT,
ISSTD, DGK, EABP, EMDRIA u.a.
Dipl.-Psychologin Irina Vogt
Psychotraumatherapeutin, psychologische Psychotherapeutin,
Tiefenpsychologin, Supervisorin, Spieltherapeutin, EMDR-Therapeutin,
Arbeit in Gemeinschaftspraxis mit Zulassung für Einzel-
und Gruppentherapie Erwachsener sowie Ermächtigung für
Psychotherapie von Kindern- und Jugendlichen. Spezialistin
für die Behandlung dissoziativer/komplextraumatisierter
Störungen nach Huber, Nijenhuis, Van der Hart, sowie
mit dem hauseigenen Therapiekonzept SPIM-20-KT. Mitglied ESTD,
DeGPT, ISSTD, EMDRIA u.a.
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